Die Reaktivierung von Herpesviren in der Mundhöhle
ebook ∣ Subklinische Reaktivierungen von HSV-1 und EBV
By Christoph Thiemann

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Klinische und subklinische Reaktivierungsprozesse von Herpesviren – insbesondere HSV-1 und EBV – sind in der Vergangenheit immer wieder in klinischen Forschungen thematisiert worden. Dabei besteht ein wichtiger Teilaspekt in der Abschätzung und Eindämmung der von ihnen ausgehenden Infektionsgefahr. Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung ist bei der Ausübung der zahnärztlichen Tätigkeit besonders erhöht. Dies hängt auf der einen Seite damit zusammen, dass sich die Erkrankungen überwiegend im oro-facialen Bereich manifestieren (HSV-1) bzw. das Virus über den Speichel übertragen wird (EBV). Auf der anderen Seite ist psychischer Stress nachweislich ein entscheidender Triggerfaktor sowohl von HSV-1- als auch von EBV-Reaktivierungen. Die Tatsache, dass der Gebrauch von Mundschutz, Schutzbrillen und Handschuhen von einem Teil der Zahnmediziner vernachlässigt wird, wirkt sich ebenfalls positiv auf die Transmissionswahrscheinlichkeit aus.
Der Nachweis kleinster Mengen von Virus-DNA in Speichelproben bzw. Schleimhautabstrichen ist durch die Anwendung von einer Standard- bzw. Nested-PCR möglich und in der Diagnostik und Forschung etabliert.
Nach Sichtung der gängigen Literatur gibt es keine Angaben über die Häufigkeit der Rezidive (klinisch und subklinisch) bei immunkompetenten Personen, die über einen Zeitraum von einem Jahr kontinuierlich in wöchentlichen Abständen untersucht wurden. Ziel der vorliegenden Studie ist es, bei immunkompetenten Personen die Frequenz der subklinischen Reaktivierungen von HSV-1 und EBV aufzuklären.
Es soll festgestellt werden, ob sich bei HSV-1 Interdependenzen zwischen der Häufigkeit der Rekurrenzen (=subklinische Reaktivierungen) der Rekrudeszenzen (=klinische Reaktivierungen) zeigen und sich Korrelationen zwischen EBV- und HSV-1 Reaktivierungen nachweisen lassen.