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Jedes Stück Fleisch trägt eine unsichtbare Bilanz – aus Blut, Angst und Zerstörung.
In Fleisch – Die blutige Bilanz unserer Esskultur nimmt Herbert Vore den Leser mit hinter die geschlossenen Türen der Schlachthäuser, in Mastanlagen, auf Transportwege und in Verarbeitungsbetriebe. Das Buch folgt den Spuren des Tieres von der Geburt bis zur letzten Sekunde – und erzählt von dem, was danach mit seinem Körper geschieht.
Es geht um das stille Leid, das nicht auf Verpackungen steht, um den politischen Willen, dieses System am Leben zu erhalten, und um den ökonomischen Motor, der es antreibt. Die Kapitel führen von EU-Verordnungen bis zu nationalen Gesetzen, von den Arbeitsbedingungen der Werksvertragsarbeiter bis zu den Milliarden an Subventionen, die jeden Tag in den Markt gepumpt werden.
Ein zentrales Thema ist dabei die carnivore Haustierhaltung – ein Aspekt, der selten öffentlich diskutiert wird, aber Millionen Tonnen Fleisch zusätzlich verbraucht. Das Buch fragt: Wie gerecht ist ein System, das den Tod so vieler rechtfertigt, nur um den Napf zu füllen?
Herbert Vore verbindet persönliche Beobachtungen mit Recherchen aus Berichten, Studien und Zeugenaussagen. Die Sprache ist klar, kompromisslos und nah an den Realitäten der Betroffenen – menschlich wie nichtmenschlich.
Am Ende steht ein Ausblick auf mögliche Wege aus der Gewaltspirale: von einer Landwirtschaft ohne Massentierhaltung über politische Instrumente wie Steuerkorrekturen und Subventionsumschichtungen bis hin zu einer Kultur, in der Mitgefühl selbstverständlich ist.